Montag, 24. Juli 2017

Gay-Romance

Ich mache heute mal wieder mit, bei der Montagsfrage von buchfresserchen.
Die Frage des Tages:
Welche Erfahrung habt Ihr mit Gay-Romance gemacht? Was reizt Euch daran, was stößt Euch daran ab? Habt Ihr Lesetipps?

Früher, mit Anfang 20, habe ich sehr viel feministische Literatur gelesen. Ich war damals sehr in der Szene drinnen, hatte einige lesbische Freundinnen und fand es immer wieder aufregend, im Frauenbuchladen einkaufen zu gehen. (Wie, Ihr wusstet nicht, dass es Frauenbuchläden gibt? Na, dann auf! ;) ).
Leider kann ich mich an keine der Bücher mehr erinnern. Ein Buch von damals habe ich noch da. "Der Skorpion" von Anna Elisabeth Weirauch. Das war das Lesbenkultbuch aus den 20er Jahren.
Gibt es leider nur noch gebraucht.

Wann ich das letzte mal ein Gay Buch gelesen habe, kann ich gar nicht sagen. Ich lese halt generell nicht gerne Liebesgeschichten. Weder suche, noch vermeide ich Gay Literatur. Haha, oder wartet Leute! Streng genommen lese ich gerade eins. *lach*
Ich lese gerade "Changers" von T.Cooper und A. Glock. Die Changers sind eine Menschenart, die in ihren Highschool-Jahren viermal ihren Körper wechseln. Sie haben immer die gleiche Familie, aber bekommen am ersten Tag jedes neuen Schuljahrs eine neue Identität. Und da geht es auch um eine zarte Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen. 
Für mich ist das alles so normal, dass es mir nicht mal auffällt, wie man an dem Beispiel sehen kann. Für mich gibt es keinen Unterschied, ob eine Frau Frauen oder Männer liebt oder beides. Genau so mit Hautfarben. Daher kann ich immer gar nicht nachvollziehen, was die Leute da rum reden oder gar rassistisch werden. 

Im Gegenteil: Ich habe eher ein Problem mit (Liebes)geschichten, wo der Prinz das Dummchen rettet. Royal Passion, Paper Prinz und wie sie alle heißen. Da kommt die alte Feministin in mir durch und es erschreckt mich, dass so viele Frauen immer noch auf diese Bücher abfahren. (Liebe Bloggerfreundinnen, nehmt es mir nicht übel!)

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche!
Eure Lilly

Kommentare:

  1. Hallo Lilly,

    bei dir findet man ja endlich mal einen Vorschlag zu diesem Genre. Dein Bericht gefällt mir, du gehst da von vielen Seiten an die Sache heran.

    Deine Changers klingen ja richtig interessant, das könnte mich auch interessieren. Ansonsten habe ich bisher noch keine Gay Romance gelesen. Romantik und Liebesgeschichten sind aber auch nicht so mein Fall! Ich mag es lieber spannend und ohne schnulzige Handlung.

    http://sommerlese.blogspot.de/2017/07/montagsfrage-48.html

    Einen guten Wochenstart für dich,
    lg Barbara

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    1. Liebe Barbara,

      danke für Deine liebe Antwort!
      Die "Changers" sind recht einfache Jugendbücher (4.Bände), aber so lebendig geschrieben, dass es einen total an die eigene Zeit erinner. Beim jetzigen Band 3 musste ich gestern voll heulen. ;)

      Liebe Grüße
      Lilly

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  2. Hallo Lilly

    Mit die Changers hast du mich schon wieder auf was Neues gebracht. Ich habe gerade bei Amazon nachgelesen. Auweia. Das will ich haben.

    Ich bin auch der Meinung, dass Unterschiede gemacht werden.Solange es immer wieder besondere Erwähnung findet, wird es nicht als normal betrachtet. Egal ob gleichgeschlechtliche Liebe oder Ausländerfreundlichkeit. Wenn ich zu einem Ausländer besonders freundlich bin, markiere ich ihn als nicht dazu gehörig. Wenn ich jedoch zu ihm genauso freundlich bin, wie zu jedem anderen Menschen auch, habe ich ihn akzeptiert. Da könnte man diskutieren bis zum Umfallen.

    Ich suche nicht gezielt nach Gay-Romance. Fällt mir jedoch zufällig was davon in die Hände, lese ich es. Vorausgesetzt mir gefällt der Schreibstil und Handlung.

    Liebe Grüße,
    Gisela

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    1. Liebe Gisela,

      ja, die Changers sind wirklich eine tolle Serie. Jetzt im Herbst kommt auch schon Teil 4 raus.

      Mit Deinem zweiten Absatz hast Du völlig recht. Wo ich ja auch immer die Krise bekomme, wenn ein Deutscher mit einem Ausländer in gesprochener Sprache spricht. "Du gehen Haltestelle." O.O

      Liebe Grüße
      Lilly

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  3. Huhu Lilly,

    die Changers habe ich selbst leider noch nicht gelesen. Ich lese eigentlich gern mal einen Liebesroman, allerdings nicht nur.
    Hier ist meine Antwort auf die Frage.

    Liebe Grüße
    Charleen

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    1. Hallo Charleen,

      die Changers lohnen sich auf jeden Fall.
      Danke fürs Kommi.
      Liebe Grüße
      Lilly

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  4. Das Thema Romance ist bei mir rar gesät, daher auch Gay Romance. Wenn ich eine Liebesromanleserin wäre, hätte ich davon sicherlich auch mehr im Schrank. ;)

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    1. Das kann ich gut verstehen. :)
      Liebe Grüße
      Lilly

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  5. Liebe Lilly,

    da können wir uns ja die Hand schütteln ;-). Es gibt zwar auch Krimis und Thriller in diesem Genre, aber mich halten oft schon die Covers ab, um mir ein Buch näher anzuschauen.

    In allen Büchern kommen irgendwie Liebesgeschichten vor, das ist okay, aber die Dummchen Prinzessin ist eben auch nicht meines.

    Liebe Grüße

    Anja

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    1. Liebe Anja,

      ich beschäftige mich nun schon die ganze Woche mit dem Thema. Wo ist nur die Emanzipation hin? Ich habe auch nach Frauenbuchläden gegooglet, es gibt kaum mehr welche.
      Dafür um so mehr Prinz rettet Dummchen Bücher...

      Liebe Grüße
      Lilly

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  6. Hi Lilly,
    da wusste ich tatsächlich nicht, dass es Frauenbuchläden gibt. Auch der Lesbenkultroman war mir bis dato unbekannt!
    An dezidierter Gay-Romance-Kultur hab ich tatsächlich (nur) von Ronan Cole gelesen "Koch zum Frühstück", eine absolut schnulzige Geschichte. Reine Liebesgeschichten les ich tatsächlich auch nicht so gerne; find das eher langweilig - schwule/lesbische Liebesgeschichten sind, wenn schon, einfach mal etwas anderes. In "Koch zum Frühstück" mochte ich die Szene sehr, die zwei unterhalten sich, sie sind beide am anderen interessiert sind und fragen sich, ob der jeweils andere auch schwul ist; und was sie selbst jetzt für dezente oder knallharte Hinweise geben. Das war einfach auch sehr witzig geschrieben.

    Ansonsten mochte ich die Darstellung der (aufkeimenden) Liebe in A Fairy Tale, weil es eben eher pragmatisch ablief und nicht so sehr romantisch war. Aber das war eine Männlein-Weiblein-Kombination (Halbelf-Hochelf-Kombi war da eher das dramatische)

    Liebe Grüße
    Daniela

    PS: das mit den Changers find ich interessant, aber auch etwas gruselig

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    1. Liebe Daniela,

      ich habe mal nach Frauenbuchläden gegoolet, weil ich dachte, ich könnte ja mal ein interview machen - es gibt kaum mehr welche! Alle die ich kannte sind weg. Nun die Frage: Brauchen wir keine mehr? Ich glaub ja nicht.
      Das was Du über "Koch zum Frühstück" schreibst, hört sich ganz gut an.
      Dein anderes Buch schau ich mir auch mal an.

      Ja, das mit den Changers ist gewöhnungsbedürftig. Aber dadurch, dass die Familie und alle es wissen, ist es dann nicht so gruselig.

      Liebe Grüße und Danke ♥
      Lilly

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  7. Hallo liebe Lilly :)

    Mit Gay Romance habe ich ehrlich gesagt nicht wirklich viel Erfahrungen. Ich meide die Romane zwar nicht, aber sie gehören fallen wohl einfach nicht so sehr in mein Zielgenre - zumindest fällt mir gerade wirklich kein Buch ein, in dem jetzt eine Frau-Frau oder Mann-Mann Liebesgeschichte explizit im Mittelpunkt steht 😉

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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    1. Liebe Lisa,

      ja, schade eigentlich. Also es zeigt halt, dass es immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

      Liebe Grüße
      Lilly

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Ich freue mich total, wenn Ihr mir ein Kommi da lasst und mir sagt, was Ihr über den Beitrag denkt. ♥ Ich antworte entweder hier oder bei Euch.
Liebste Grüße
Lilly